Einladung in die Fabrikstraße

Wir suchen für die Burschen in der Wohngemeinschaft in der Fabrikstraße „Patinnen“ und „Paten“. Eine Patenschaft für einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling kann vieles bedeuten: gemeinsam lernen, spielen, gemeinsame Spaziergänge, Hilfe bei den Hausaufgaben, kleine Ausflüge, Sport, gemeinsames Kochen – einfach Zeit miteinander zu verbringen!

Die unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge müssen bei uns mit einer sehr schwierigen Lebenssituation zurecht kommen, eine neue Sprache lernen, schulische Defizite aufholen und fast in jeder Hinsicht neu anfangen. Und sie müssen das ohne die Hilfe von Eltern und Familie schaffen. Es wäre schön, wenn ihr den ein oder anderen Jugendlichen ein kleines Stück auf seinem Weg begleiten könntet  – jede Hilfe zählt!

Bei einer Kaffeejause am Sonntag, dem 20. März um 15.00 Uhr in der Fabrikstraße 6 in Deutsch-Wagram informiert die Unterkunftsleiterin Lena Appel gerne über alle Möglichkeiten, Zeit zu spenden und beantwortet eure Fragen.

 

Benefizlauf der UNION Deutsch-Wagram

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Unter dem Motto „Laufend-Walkend spenden“ hat die Union Deutsch-Wagram bereits zum zwölften Mal einen Benefizlauf veranstaltet. Diesmal waren wir von „Wagram hilft“ die Empfänger der Gesamteinnahmen! Insgesamt wurden von über 150 Sportlern mehr als 1.500 km zurückgelegt, sodass ein Scheck in Höhe von € 3.500,00 an unseren Verein übergeben werden konnte!

Auch viele der Flüchtlinge sind mitgelaufen, ihre Kilometer wurden von Sponsoren bezahlt – Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben!

Für uns bedeutet das, dass wir unsere Arbeit zur Versorgung und Integration der Asylwerber fortsetzen können. Mit den Spendeneinnahmen werden beispielsweise Unterlagen für die Deutschkurse bezahlt, aber auch Mieten und Betriebskosten der Unterkünfte unserer Familien. Wir finanzieren damit Lebensmittel und viele Kleinigkeiten, wie die Jausenbeiträge der Kindergartenkinder und notwendige Übersetzungskosten für Dokumente.

Das Buffet wurde diesmal von unseren Flüchtlingsfamilien sowie den Jugendlichen aus der Fabrikstraße zubereitet und war eine besondere Mischung aus syrischen und afghanischen Spezialitäten. Wer nicht dabei war, hat echt etwas versäumt!

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Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei allen Helfern, besonders bei der UNION Deutsch-Wagram, beim Bürgermeister Friedrich Quirgst und den Firmen und Gemeinderäten, die für die Tombola gespendet haben. Bei der Pizzeria „La Passarella“ in Gerasdorf, die als Labestation fungiert hat, bei der Marchfeldkanalgesellschaft und bei den vielen Freiwilligen, die hergeräumt, weggeräumt und mitgeholfen haben! Und natürlich bei den vielen Läufern und bei alljenen, die eine „Laufpatenschaft“ für die Flüchtlinge übernommen haben.

Für das Kuchenbuffet war übrigens die Wohngemeinschaft der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in der Fabrikstraße zuständig und das haben sie ziemlich gut gemacht:

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Und hier gibts alle Fotos zum Anschauen (c) Peter Hofbauer

Gitarren & Lehrer

Ein paar von unseren Flüchtlingskindern möchten gerne Gitarre spielen lernen. Vielleicht hat jemand eine gebrauchte (Kinder-) Gitarre daheim?

Und wir suchen Leute, die (ehrenamtlich) ein paar Gitarrenstunden geben würden.

Bei Interesse meldet euch bitte HIER

Danke!

 

Jahresrückblick 2015

Mit diesem Bericht wollen wir allen unseren Freunden und Unterstützern, aber auch allen anderen Interessierten einen Überblick über die Arbeit des Vereins seit seiner Gründung im August 2015 geben:

Das Wichtigste zuerst: Durch unsere Hilfe konnte bis Ende 2015 20 hilfesuchenden Menschen in Deutsch-Wagram ein Neustart ermöglicht werden. Für 4 Familien (5 Männer, 4 Frauen und 9 Kinder, 2 Babies sind unterwegs) sowie für einen jungen Mann und eine Frau konnten wir in Deutsch-Wagram Unterkünfte finden. Wir helfen ihnen, hier anzukommen und unsere Sprache und unsere Gesellschaft kennen zu lernen. Erstmals nach vielen Jahren Krieg und monatelanger Flucht können diese Menschen wieder beginnen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

Und so hat unser Projekt begonnen:

9. Juli 2015:
Bürgermeister Fritz Quirgst hat zum Informationsabend zum Thema Asyl in Deutsch-Wagram eingeladen. Birgit Koller von der Diakonie hat im Pfarrsaal über Erfahrungen mit Asylwerbern und die Organisation der Quartiere gesprochen und außerdem Fragen der zahlreich erschienenen interessierten Bürger beantwortet.

8. September 2015:
Die zweite Informationsveranstaltung wird bereits kurz nach der Vereinsgründung von Obmann Reinhard Pacejka sowie den Vorstandsmitgliedern Alexandra Manak, Gabriele Oberndorfer, Michaela Follner, Philipp Hiblinger und Florian Prochaska organisiert. Bei dem sehr gut besuchten Treffen erklären wir das Konzept und die Ziele des Vereins. An diesem Abend haben sich bereits rund 100 Menschen in die Liste der Helfer, Deutschlehrer und Mentoren eingetragen.

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19. September 2015
Die SPARTA Deutsch-Wagram stellt uns einen Lagerraum zur Verfügung, der für einige Monate den nötigen Platz für die vielen Sachspenden bietet. Aufgrund der vielen Spenden ist es uns möglich, unsere Flüchtlinge mit Möbeln, Geschirr und Kleidung zu versorgen.

Ende September 2015:
Die ersten Flüchtlinge treffen in Deutsch-Wagram und Aderklaa ein: Kobra aus dem Iran, Djafar und Zainab aus Afghanistan, gefolgt von Alma, Sara, Fadi und Osama aus Damaskus. Sie alle konnten in privaten Quartieren untergebracht werden.

Mitte Oktober 2015:
Gabi Oberndorfer und ihr Team beginnen mit den Deutschkursen. Eine Reihe von engagierten Freiwilligen unterrichtet seither die Flüchtlinge bis zu 8 Stunden pro Woche in Deutsch.

Die Deutschkurse sind der Mittelpunkt unserer Integrationsbemühungen – ohne ausreichende Deutschkenntnisse haben „unsere“ Flüchtlinge auch mit einem positiven Asylbescheid keine Chance auf einen Arbeitsplatz – und arbeiten möchten sie alle!

Zur Finanzierung unserer Tätigkeiten, aber auch um eine Identifikation mit unser Arbeit zu ermöglichen, haben wir uns im September entschlossen, T-Shirts und Baumwolltaschen aus Bio-Baumwolle bedrucken zu lassen. Das Design – das Logo mit dem Anker und die wunderbare Skyline von Deutsch-Wagram – stammt von Evi Heugl.

3. Oktober 2015:
Bei der Eröffnung der neuen Bücherei werden unsere Merchandising-Produkte erstmals verkauft.

12. Oktober 2015:
Der ORF berichtet über „Wagram hilft“. NÖheute sendet einen kurzen aber sehr informativen Beitrag und wir freuen uns über das Interesse und die Anerkennung unserer Arbeit.

Weiters wurden unser Obmann und unsere Flüchtlinge Teil eines Werbejingles zum Thema „Helfen wie wir“:

Zu: ORF – Helfen wie wir

18. Oktober 2015:
Benefiz-Yoga von Ronald Deutsch für „Wagram hilft“ ! Ein anstrengender Sonntag-Vormittag für uns und unsere Unterstützer 🙂

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25. Oktober 2015:
T-Shirt- und Baumwolltaschenverkauf im Pfarrsaal.

Die Flüchtlinge nutzen diese Gelegenheit, um Speisen aus ihrer Heimat zum Verkosten anzubieten und die Deutsch-Wagramerinnen und Deutsch-Wagramer besser kennen zu lernen.

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T-Shirtverkauf

Für die Flüchtlinge war der Oktober bereits eine sehr arbeitsreiche Zeit: neben den täglichen Deutschkursen helfen sie tatkräftig mit, gemeinsam mit Architektin Conny Exß den ehemaligen Kindergarten in der Fabrikstraße für die Unterbringung von 20 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (kurz UMFs) umzubauen. Die Stadtgemeinde Deutsch-Wagram vermietet den Kindergarten an den Verein „menschen leben“, der bereits über viel Erfahrung mit der Betreuung von unbegleiteten Flüchtlingen verfügt.

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31. Oktober 2015:
Wir organisieren die erste größere Zusammenkunft von Helfern, Deutschtrainern, Quartiergebern und Flüchtlingen aus Deutsch-Wagram und Straßhof und nutzen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch, aber auch, um unsere Schützlinge besser kennen zu lernen und ihnen die Möglichkeit zu geben, andere Flüchtlinge zu treffen, die in den Nachbarorten untergebracht sind.

Bei dieser Gelegenheit wurde auch eine Handarbeitsrunde ins Leben gerufen. Die Frauen aus Syrien und Afghanistan verbringen seitdem einmal pro Woche einen Abend mit Deutsch-Wagramer Frauen, lernen häkeln und stricken und haben Gelegenheit, sich auszutauschen.

Mitte November 2015:

Der ehemalige Kindergarten in der Fabrikstraße wird besiedelt. 22 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Alter zwischen 13 und 15 Jahren leben seither in dieser Einrichtung und werden dort rund um die Uhr von ausgebildeten SozialarbeiterInnen betreut.

Sollten Sie Interesse haben, die Jugendlichen kennen zu lernen oder Fragen zur Unterbringung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen haben, setzen Sie sich bitte direkt mit dem Verein menschen.leben (Telefonnummer: 0676/55 80 121) in Verbindung.

Der Verein „Wagram hilft“ ist nicht für die Betreuung und Ausstattung in der Fabrikstraße verantwortlich. Wir helfen lediglich bei Spendensammlungen, da wir der Meinung sind, dass Fahrräder, Sportgeräte und Kleidung nicht unbedingt neu angeschafft werden müssen, wenn soviele gebrauchte Sachen zur Verfügung stehen und verwendet werden können!

5. Dezember 2015:
Beim Weihnachtsmarkt „Wintertraum“ gibt es erstmals einen „Wagram hilft“-Stand. Dank Evi Heugl und ihrem Team ist der Stand besonders stimmungsvoll dekoriert. Neben den T-Shirts für Erwachsenen werden erstmals auch unsere Kinder-T-Shirts mit Spielplatz-Skyline (in 3 Farben und 3 Größen) angeboten. Die Weihnachtskekse, die wir gemeinsam mit den Flüchtlingen gebacken habe, waren schnell ausverkauft.

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Im Dezember wird Ahmad aus Syrien von einer Deutsch-Wagramer Familie aufgenommen.

Nach dem sich die Pfarre Deutsch-Wagram bereit erklärt hat, die Wohnung über dem Pfarrheim für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen, durften wir Anfang Dezember – vermittelt von Hilde Dalik – die nächste Familie kennen lernen! Ein syrisches Ehepaar – Mohanad und Nour – lebt mit seinen 3 Töchtern nun in der Pfarrwohnung.

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Die Familie lebte nach einer langen Flucht von Damaskus nach Österreich für einige Monate bei einer Familie in Wien – während dieser Zeit entstand ein CNN-Bericht über ihre Flucht und ihr Ankommen in Österreich.

Wenn eine Familie aus Traiskirchen oder einer anderen Unterkunft bei uns eintrifft, dauert es im Normalfall bis zu 8 Wochen, bis sie zum ersten Mal Geld für die Grundversorgung bekommen. In dieser Zeit müssen sie vom Verein mit Lebensmitteln bzw Einkaufsgutscheinen versorgt werden. Alexandra Manak hat daher als Weihnachtsprojekt eine Lebensmittelsammlung organisiert, viele Private – vor allem aber die Kinder der Volksschule Deutsch-Wagram – haben große Mengen an haltbaren Grundnahrungsmitteln wie Reis, Mehl, Zucker, Öl, Süßigkeiten und Konserven gespendet, mit denen wir die Familien nun einige Zeit versorgen können. Wir bedanken uns auch hier ganz besonders herzlich für diese großartige Unterstützung!

Für die jugendlichen Flüchtlinge gab es im Zuge dieser Weihnachtsaktion Päckchen mit Süßigkeiten und Kleidung. Außerdem haben wir einen Christbaum gespendet, damit auch im Wohnhaus der Jugendlichen Weihnachten gefeiert werden konnte!

23. Dezember 2015:
Ein großartiges Geschenk hat die Raststation Rosenberger unseren Flüchtlingen kurz vor Weihnachten gemacht! Alle Familien und die Jugendlichen durften ein gemeinsames Mittagessen genießen – für die meisten war das etwas ganz Besonderes!

>>Zum Bericht

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Ende Dezember konnten wir schließlich – wieder durch Vermittlung von Hilde Dalik – unsere vorerst letzte Familie willkommen heißen: ein Ehepaar aus Kobane in Syrien mit 5 Söhnen kam kurz nach Weihnachten – nach einer Odyssee durch mehrere Flüchtlingslager und -unterkünfte – in Deutsch-Wagram an.

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Liebe Helferinnen und Helfer!
Dieses Projekt wäre ohne euer aller Hilfe nie so erfolgreich geworden!
Nicht ohne die vielen ehrenamtlichen Deutschtrainer, die vielen Mitarbeiter, die mit Michaela Follner die Spenden im Lager sortiert haben, aber auch nicht ohne die Menschen, die bereit sind, uns Wohnraum zur Verfügung zu stellen, oder die mit uns Möbel transportieren und zusammenbauen, die sich um die Familien kümmern und Behördenwege erledigen!
In den letzten Monaten haben uns viele Menschen durch Sachspenden unterstützt, gespendet wurden Kleidung, Lebensmittel, Hausrat, Möbel, Spielsachen und auch Geld. Wir sind immer wieder überwältigt von euch und oft überrascht, wie schnell und unkompliziert ihr zur Verfügung steht, wenn etwas gebraucht wird!

 

Wie ich zum vierten Mal Mama wurde…

Der großartige Bericht einer Deutsch-Wagramerin, die einen jungen Mann aus Syrien in ihre Familie aufgenommen hat.

Am ersten Dezember saß er in meinem Wohnzimmer: A. aus Syrien. Die breiten Schultern ließ er hängen, die Angst und Verzweiflung in seinen Augen war deutlich zu sehen.

Zwei Wochen zuvor hatte er seinen positiven Asylbescheid der Republik Österreich erhalten: er darf bleiben. Im Land, aber nicht in der Unterkunft, in der er sich im Moment befindet – Gratulation und auf Nimmerwiedersehen, denn die Unterkunft ist nur für Asylwerber vorgesehen.

Was jetzt? Er hat kein Geld, kann kein Deutsch.

A. hat Glück: er kennt jemanden, der jemanden kennt, der die Plattform Flüchtlinge willkommen! kennt, auf der wir registriert sind.

So kommt er zu uns.

Die ersten Tage hat er spürbar Angst, isst kaum und verbringt die Zeit in seinem Zimmer. Wenn ich nicht da bin, räumt er auf und putzt, bis alles glänzt.

Die Verständigung ist schwierig, ein paar Worte deutsch, ein paar Brocken englisch. Zum Glück gibt es den Google Übersetzer am Smartphone – aber das ist mühsam, und ich weiß nie, was da eigentlich bei ihm ankommt…

Warum machst du das, fragt er mich nach ein paar Tagen, nachdem ich mit ihm den ganzen Vormittag lästige Behördengänge absolviert hatte. Du bist Christ, ich bin Muslim, warum hilfst du mir?

Du bist ein Mensch, ich bin ein Mensch, sage ich. Ist mir doch egal, ob du Muslim oder was auch immer bist.

Okay, Danke, sagt er, mit Unverständnis im Blick. Viele ähnliche Gespräche später begreife ich: Das Prinzip Nächstenliebe kommt in seinem Wertesystem so nicht vor. Da, wo A. herkommt, ist man extrem beziehungsorientiert – man hilft sich in der eigenen Großfamilie, man hilft jemandem, der einem früher mal geholfen hat, aber niemals einem Fremden oder einfach nur so. Daher kann er es nicht annehmen, wenn ihm jemand, der nicht sein Freund ist, etwas geben will.

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Wer hat mehr Spaß – Lehrerin oder Schüler?

Nach zwei Wochen wird A. spürbar lockerer. Ich merke, dass er beginnt, mir zu vertrauen. Er fängt an zu glauben, dass er hier erstmal bleiben kann. Nach und nach erzählt er von seiner Flucht, von seiner Familie. Ich wundere mich, wie dieser schüchterne Junge es überhaupt lebend nach Österreich geschafft hat.

Er hört auf, so schrecklich angepasst zu sein, und ich bemerke seine ersten Macken. Dass er unglaublich stur sein kann. Launisch auch. Und sehr stolz. Vereinnahmend: wenn er mir etwas erzählen oder mit mir deutsch lernen will, fordert er meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Es ist anstrengend.

Er fordert viel von meiner Zeit und meiner Kraft, ein wenig vergleichbar mit einem neuen Baby. Wie durch ein Wunder habe ich immer genug davon. Wo kommt die zusätzliche Energie her? Ich danke Gott jeden Tag für diese Erfahrung.

Durch ihn sehe ich meine Welt mit neuen Augen. Fahre mit ihm das erste Mal U-Bahn, sehe die Sehenswürdigkeiten der nahegelegenen Hauptstadt zum ersten Mal. Du weißt nicht, wie das für mich ist, sagt er, als er zum ersten Mal den Stephansdom sieht. Ich habe noch nie so etwas Schönes gesehen.

Und ich war noch nie so dankbar in meinem Leben wie jetzt.

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Bei strahlendem Sonnenschein ist Schönbrunn noch schöner.

Kurz vor Weihnachten wird A. nervös. Er spürt, dass etwas Wichtiges naht, und kann es nicht einordnen. Was wird von ihm erwartet? Wie soll er sich verhalten?

Erst möchte er nicht mitfeiern, aber schließlich lässt er sich überreden. Er bekommt auch Geschenke: ein selbstgemaltes Bild auf Keilrahmen von meiner jüngeren Tochter, eine Tube Haargel von meiner älteren, auch noch ein paar Kleinigkeiten von Schwiegermama und Schwägerin. In meiner Weihnachtskarte schreibe ich ihm, wie froh ich bin, dass er zu uns gefunden hat. Dass er mir in kurzer Zeit wirklich ans Herz gewachsen ist. This is big for me, sagt er mir, sichtlich gerührt. Und: I love you like my mother.

Es klingt wahnsinnig kitschig, aber es fühlt sich so an, als sei mein Herz ein Stückchen gewachsen in diesen wenigen intensiven Tagen. Als hätte ich auf einmal genut Platz darin für einen völlig fremden Menschen, der plötzlich in unser Leben getreten ist.

Das ist mein Weihnachtswunder.

Ich wünsche euch, dass ihr auch euer persönliches Weihnachtswunder erlebt habt. Dass ihr wie ich sagen könnt: das Leben ist schön. So, so schön.

Nina

Fahrräder!

Liebe Freunde,

wir suchen Fahrräder, und zwar sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Sollte also das eine oder andere Fahrrad ungenutzt im Keller stehen und noch fahrtüchtig sein, meldet euch doch bitte bei uns – wir holen es auch ab 🙂

Wir bedanken uns schon jetzt ganz herzlich!

Mittagessen beim Rosenberger!

Der heutige Tag bot etwas ganz besonderes für unsere Flüchtlinge: Die Familien durften gemeinsam mit den unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen aus der Fabrikstraße ein gemeinsames Mittagessen in der Raststation Rosenberger genießen! Wie sehr diese Abwechslung allen Spaß gemacht hat, sehen wir deutlich auf den Bildern 🙂 Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass sich unsere Schützlinge auch untereinander so gut angefreundet haben!

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Wir brauchen Teppiche!

Wir müssen derzeit mehrere Unterkünfte mit Teppichen ausstatten. Falls jemand einen Teppich spenden kann, ersuchen wir um Mitteilung der Maße. Wir können dann entscheiden, in welchen Raum der Teppich passen könnte. Vielleicht könnt ihr uns ja sogar ein Foto schicken? Info@wagram-hilft.at

Danke!

Eine syrische Familie zieht im Pfarrheim ein!

Nour, Ahmad und ihre 3 Töchter werden in Kürze nach Deutsch-Wagram kommen. Sie sind leider noch nicht in der Grundversorgung und müssen daher von uns in den nächsten Wochen oder Monaten mit Lebensmitteln versorgt werden.

Dank der großzügigen Lebensmittelspenden von Bettina Bergauer, Eva Latschka, Hannes Quirgst und Bonaterra können wir sie vorerst mit den notwendigsten Lebensmitteln ausstatten. Wir bedanken uns sehr herzlich dafür! Bitte helft uns weiterhin, Lebensmittelspenden werden dringend gebraucht! Hier gehts zur Bedarfsliste

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Nachricht von den minderjährigen Flüchtlingen in der Fabrikstraße!

Ab sofort halten wir euch hier auch über die Wohngemeinschaft der unbegleiteten Jugendlichen in der Fabrikstraße auf dem Laufenden und veröffentlichen auch ihre Nachrichten:

Liebe Deutsch-Wagramer, wir möchten uns erstmal herzlich bei euch allen für die tollen und ultra-schnellen Spenden und Hilfen bedanken. Es ist unglaublich, wie gut das alles funktioniert. Gerade eben hat uns Michi Lebensmittel gebracht und die Jungs haben sich wahnsinnig darüber gefreut. Nachdem heute unsere letzten 2 Burschen angekommen sind, haben wir nun gesammelt alles aufgeschrieben, was die Jungs zur Zeit noch brauchen und sich gerne wünschen.Dies wäre wie folgt:

Buntstifte, Filzstifte, Malbücher, Puzzles (für Kinder, weniger als 1000 Teile), Kinderbücher, Gesellschaftspiele (Schach, Mühle…. ), Spielkarten, Bodenkreide, Knete, Plastilin . . .

Fußballschuhe ( 2x 38, 3 x 39, 3 x 40, 5 x 41, 2x 42, 2x 43)

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7 x Handy für die Jugendlichen (sie würden sich über Smartphones freuen, damit sie jederzeit über FB, Skype etc. Kontakt mit Verwandten im Ausland haben können, wir freuen uns über jedes Gerät, da wir uns sehr viel Sorgen machen wenn jemand ohne Handy außer Haus geht und wir sie im Notfall nicht erreichen können).

Winterschuhe ( 2x 38, 3 x 39, 3 x 40, 5 x 41, 2x 42, 2x 43)

Hosen, Jeans 7 x ab Größe 164, 172, 178, 34, 36, 38

Ganz viel Unterwäsche für die Jungs (Unterhosen, Socken)

Kartoffelschäler/ Sparschäler

Volleyball

Geldbörsen

Die WG bedankt sich im Vorhinein für eure Unterstützung!

Wenn ihr Sachen vorbeibringen möchtet, dann ruft uns bitte davor unter folgender Nummer an 0676 55 80 121.

Liebe Grüße aus der Fabrikstraße 8 !

Ab sofort erhältlich!

Rechtzeitig zum Nikolaus sind die T-Shirts für Kinder in drei Farben und drei Größen erhältlich! Beim Deutsch-Wagramer „Wintertraum“ am 5. und 6. Dezember werden sie – neben den Erwachsenen-T-Shirts und den Baumwolltaschen – bei unserem Stand erhältlich sein! Alle Produkte sind auch Bio-Baumwolle!

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Wagram hilft – das Weihnachtsprojekt

Liebe Unterstützer von „Wagram hilft“!

Geschenke für alle – das ist unser Motto für das bevorstehende Weihnachtsfest!

Für unsere Flüchtlingsfamilien, die wir mit Grundnahrungsmittel versorgen wollen, damit es ihnen leichter fällt, mit dem Verpflegungsgeld auszukommen.

Für die unbegleiteten Minderjährigen, die großteils noch Kinder sind und sich über ein paar neue Kleidungsstücke freuen (Kindergröße 164 bis Männergröße S, für das Weihnachtsprojekt sammeln wir ausnahmsweise ausschließlich neue Kleidung)

Für bedürftige Deutsch-Wagramer Familien und Pensionisten, die sich vielleicht auch zu Weihnachten keine teuren Lebensmittel leisten können.

Auf dem folgenden Informationsblatt findet ihr auch die Sammelstellen, bitte helft uns, damit wir möglichst viele Pakete verteilen können! Für Schüler gibt es die Möglichkeit, die Spenden in der Schule abzugeben (BORG, NMS und Volksschule).

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